Weitere drei Millionen Euro für neue Straßenbahnen – Würzburg profitiert von Maßnahmenpaket für die Luftreinhaltung

13.04.2018
Foto: A. Cronauer
Foto: A. Cronauer

Bei der Würzburger Straßenbahn stehen große Investitionen an: Die Fahrzeugflotte wird vollständig erneuert. Die ersten neuen Bahnen sollen zwischen 2021 und 2023 zum Einsatz kommen.

Wie Landtagspräsidentin Barbara Stamm und der Abgeordnete Oliver Jörg jetzt mitteilen, fördert der Freistaat die Fahrzeugbeschaffung mit weiteren drei Millionen Euro. Die Mittel stammen aus dem Maßnahmenpaket für die Luftreinhaltung, mit dem der Freistaat wirksam gegen die Stickstoffdioxid-Belastung in Bayerns Großstädten vorgehen will. „Wir tragen dem Gesundheitsschutz Rechnung und stärken die Mobilität“, freuen sich Stamm und Jörg über die Förderung.

Auch Staatssekretär Gerhard Eck hatte das Anliegen unterstützt. In den vergangenen Monaten war im Innenministerium intensiv geprüft worden, ob die bereits zugesagten Mittel aus der Infrastrukturförderung in Höhe von sieben Millionen Euro noch aufgestockt werden können. Dass dies nun gelungen ist, freut auch Oberbürgermeister Christian Schuchardt: „Eine gute Nachricht für den ÖPNV in Würzburg. Die Erneuerung der Straßenbahnflotte ist sowohl aus Modernitäts- als auch aus Kapazitätsgründen dringend nötig.“ Mit der Erschließung des Universitätsklinikums und den Planungen für eine Straßenbahnlinie 6 über die Stadtteile Frauenland und Hubland steht ein beträchtlicher Ausbau des Straßenbahnnetzes an.

„Im Hinblick auf die Erstellung neuer Straßenbahnstrecken unterstützt der Freistaat die Stadt schon jetzt überdurchschnittlich“, erklärt Jörg. Für die Erschließung des Universitätsklinikums wurde ein Fördersatz in Höhe von 80 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten in Aussicht gestellt. Die Regelförderung liegt bei 50 bis 60 Prozent.

Aufgrund der Verlängerung des Schienennetzes am Universitätsklinikum, der Reaktivierung der Bahnhaltepunkte in Heidingsfeld sowie der geplanten Linie 6 erwarten Stamm und Jörg eine stärkere Verlagerung des städtischen Binnenverkehrs weg von Bus und Pkw hin zum Schienennahverkehr. „Mehr saubere Luft und mehr Mobilität wären der Gewinn“, so Jörg. Angesichts der Herausforderungen in allen bayerischen Städten spricht sich der Abgeordnete für eine dauerhafte Fahrzeugförderung im ÖPNV sowohl für Busse als auch für U-Bahnen und Straßenbahnen aus.